Die Publikation (320 Seiten und DVD) zum Forschungsprojekt ist direkt beim Verlag Scheidegger & Spiess für CHF 42.- erhältlich.
Wir wurden mit Anmeldungen zu den Workshops überschwemmt. Die Teilnehmerzahl wurde noch nach oben korrigiert, aber leider werden nicht alle Anmeldungen berücksichtigt werden können. Wer sich bisher nicht angemeldet hat, hat keine Chance mehr!
Der öffentliche Programmteil am Freitagabend, 9. März kann mit einem gültigen Museumseintritt besucht werden. Es beginnt um 18.00 Uhr mit einem Vortrag über «Kunstvermittlung nach der Institutionskritik» von Carmen Mörsch, Leiterin des Institute for Art Education der Zürcher Hochschule der Künste. Ab 19.30 Uhr hält der Londoner Kunstprofessor David Dibosa seinen Keynote-Vortrag «What, no audience? The end of audiences as legitimators of cultural power in the art museum». Anschliessend findet die Vernissage zum Buch «Kunstvermittlung in Transformation» inkl. Apéro statt.
Eine Arbeitstagung zur Vermittlung als Forschung und Veränderung von Institutionen und Verhältnissen
am 9. und 10. März 2012 im Kunstmuseum Luzern
Das Projekt Kunstvermittlung in Transformation (KiT) hatte das Ziel, Perspektiven für die Entwicklung und Erforschung der institutionellen Kunstvermittlung zu erarbeiten. Die Ergebnisse aus den fünf Teilprojekten sollen in dieser Tagung dem Berufsfeld vorgestellt werden und als Grundlage der Diskussion und Weiterentwicklung dienen.
Mit gezielt eingeladenen Expertinnen und Experten bearbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit den KiT-Forschungsgruppen Fragestellungen, die sich während des Projektes ergeben haben. Die Ergebnisse des Projektes werden so in den internationalen Kontext des Berufs- und Forschungsfeldes eingespiesen, um gemeinsame Perspektiven zu entwickeln.
Kernfragen sind erstens die Transformation von Kunstvermittlung durch Forschungsvorhaben, besonders hinsichtlich der Entwicklung von Freiräumen und eines Verständnisses für vermittlerisches Arbeiten in Ausstellungsinstitutionen.
Zum zweiten rückt der Bezug zwischen Theorie und Praxis in den Fokus, insbesondere Fragen zur Anwendung von Theorien und Verfahren aus unterschiedlichen Forschungsbereichen und Disziplinen in der (und durch die) Kunstvermittlung, sowie die Wechselwirkungen zwischen «reflektierter» Praxis und «praktischer» Theorie, wie sie vom handlungsleitenden Modell der Aktionsforschung vorgeschlagen werden.
Auf Basis dieser Fragen sollen die Potenziale der Verbindung der Arbeitsweisen von Vermittlung und kooperativer Forschung in Institutionen untersucht werden. Weiterhin soll die Bedeutung der Erkenntnisse für Forschung und Lehre an den Schweizer Kunsthochschulen reflektiert werden.
Die Ausgangslage in der Praxis lässt sich wie folgt charakterisieren: Nach wie vor bildet eine forschende Haltung und Raum für Reflexion im Alltag der Kunstvermittlung an Museen eine Ausnahme. Während erste Museen in Grossbritannien die Forschung in der Vermittlung bereits in ihre personellen Strukturen integriert haben und Forschungsprojekte unter Beteiligung von Laien und Expertinnen auch auf anderen Gebieten selbstverständlich statt finden, ist die Situation im institutionellen Kontext – vor allem der hiesigen Kunstmuseen – weiterhin zurückhaltend bis prekär. Für eine zeitgemässe Weiterentwicklung dieser Organisationen erscheinen jedoch gerade Projekte, wie sie im Rahmen von Kunstvermittlung in Transformation (KiT) stattgefunden haben, wegweisend, indem sie gegebene Strukturen und Arbeitsweisen hinterfragen und Ausblicke in weiterführende Praxen aus anderen Disziplinen eröffnen.
Schweizer Kunsthochschulen leisten derzeit viel Entwicklungsarbeit, besonders im Bereich der künstlerischen Forschung und in Vorhaben mit inter- und transdisziplinärer Ausrichtung. Das Forschungs- und Aktionsfeld Kunstvermittlung könnte hierin in Zukunft eine wichtige Rolle einnehmen, insofern es beide Kriterien, das Künstlerische wie das Inter disziplinäre, beinhaltet. Im Modellprojekt Kunstvermittlung in Transformation stellten wir die Notwendigkeit von Praxis ins Zentrum. In Kooperationen zwischen Hochschulen und Museen wurden Projekte entwickelt, die Forschung und vermittelnde Praktiken verbanden und auf der Zusammenarbeit in heterogenen Gruppen von Forschenden aus verschiedenen Disziplinen, langjährig Erfahrenen und Berufsanfängerinnen und -anfängern, basierten.
Ziel der wissenschaftlichen Tagung ist damit auch das Zusammenführen bisher weitgehend getrennt agierender und denkender Arbeitsfelder. Die bei KiT als Modell entstandene Forschungs- und Praxisgemeinschaft soll auf der Tagung geteilt und erweitert werden.
Tagungsprogramm
Freitag, 9. März
9.00 Ankunft im KKL Luzern
9.30 Begrüssung und Einführung
10.00 – 11.30 Revue: 5 mal 15 Minuten, Vorstellung der Fragestellungen, die in den Workshops vertieft werden
11.30 – 12.00 Postersession: Nachfragen zu den Projektteilen von Kunstvermittlung in Transformation
Mittagspause
13.00 – 14.30 Workshop1–3
Kaffeepause
15.00 – 16.30 Workshop 1 – 3, Fortsetzung
16.30–17.00 Ergebnisse aus den Workshops, Austausch
Pause
18.00 – 19.30 Vortrag «Kunstvermittlung nach der Institutionskritik» (Carmen Mörsch)
19.30 – 21.00 Keynote-Vortrag «What, no audience? The end of audiences as legitimators of cultural power in the art museum» (David Dibosa)
21.00 Buchpräsentation & Apéro Kunstvermittlung in Transformation
Samstag, 10.März
9.00 – 10.30 Workshop 4–6
Kaffeepause
11.00 – 12.30 Workshop 4 – 6 Fortsetzung
Mittagspause
13.30 – 15.00 Abschlussdiskussion
Information zur Gründung des Swiss Art Eduaction Research Network SAERN und der Aufschaltung der Website www.saern.ch (Barbara Bader, HKB)
Informationen zu den Workshops und Vorträgen
Workshop 1
Freitag, 13.00–16.30
Suchbewegungen zwischen Sprache, Werk und Raum
Was können Performance auf der einen und eine anschaulich orientierte Kunstgeschichte auf der anderen Seite in die Kunstvermittlung einbringen? Wie kann eine Forschung aussehen, die auf diese Potenziale fokussiert? Die Forschungsgruppe Basel wird mit den Teilnehmenden Stationen des Projektes aufgreifen und vor Ort in der Ausstellung des Kunstmuseums Luzern erproben und diskutieren. Die CoReferentin beleuchtet aus ihrer Aussenperspektive den Forschungsmodus des Projektes.
Beate Florenz, HGK/FHNW, Heinrich Lüber, ZHdK; Co-Referentin: Flavia Caviezel, HGK/FHNW
Workshop 2
Freitag, 13.00–16.30
Aktionsforschung in der Vermittlung: Ansätze zur Transformation von Praxis und Institutionen
Wie kann Aktionsforschung dazu beitragen, Kulturinstitutionen und ihre Vermittlungspraxis hin zu einer kritischen, verantwortlichen Positionierung in der Gesellschaft weiterzuentwickeln? Im Workshop wird das Forschungsteam Zürich entlang der Erfahrungen in KiT Möglichkeiten und Problematiken von Aktionsforschungsansätzen zur Diskussion stellen. Dieser Problemaufriss bietet die Grund lage, um in Arbeitsgruppen Modelle des handelnden Forschens und forschenden Handelns für das spezifische Setting der Kunstvermittlung weiterzuentwickeln.
Bernadett Settele, ZHdK, Nora Landkammer, ZHdK, Emilio Paroni, ZHdK; Co-Referentin: Karin Schneider, Wien
Workshop 3
Freitag, 13.00–16.30
Barcamp: «Horizontalität» & «Zusammenarbeit»
microsillons schlagen einen Workshop in Form eines «Barcamp»* vor. Darin sollen gemeinsam mit Mitgliedern des Clusters Critical Practice (London) neue Modelle für eine kreative Praxis entwickelt, über die Begriffe «Horizontalität» und «Zusammenarbeit» nachgedacht werden. Die spezifische Struktur eines Barcamp erlaubt es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, sich diesen Fragen auf einer MetaEbene zu stellen und sie zugleich auf eine sehr direkte Art in die Praxis umzusetzen.
microsillons, Genf; mit: Critical Practice, London; Workshop-Sprache: Englisch
*Ein Barcamp ist eine Art offene Tagung, die häufig die Form offener WorkshopVeranstaltungen annimmt, deren Inhalte und Ablauf von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu Beginn selbst entwickelt und im weiteren Verlauf ausge staltet werden. Auf diese Weise können alle auf die eine oder andere Art etwas zum Barcamp beitragen. Barcamps dienen dem inhaltlichen Austausch und der Diskussion. Sie können manchmal unmittelbar konkrete Ergebnisse vorweisen.
Workshop 4
Samstag, 9.00–12.30
Rollenverständnis in hybriden Praxisfeldern zwischen Kunst und Vermittlung
Der Fokus unseres Workshops liegt auf den sich transformierenden Rollenbildern von Künstlerinnen und Vermittlern und der Möglichkeit des wechselseitigen Transfers von Praktiken und Verfahren zwischen den verschiedenen Tätigkeitsbereichen: Welche Wissensformen und Erfahrungen werden dabei zusammen gedacht? Was können künstlerische und vermittlerische Ansätze von einander lernen und welche Strategien lassen sich daraus entwickeln? Welche feldspezifischen Logiken können dadurch durchkreuzt werden? Wer transformiert dabei was, warum und wohin? Und ist das immer gut? Es geht darum, die eigene Rolle an der Schnittstelle einer Kunst und Vermittlungspraxis zu beleuchten und zu hinterfragen. Dabei soll die Tätigkeit in den jeweiligen Praxisfeldern im Mittelpunkt stehen. Grundlage der Diskussion ist die Erfahrung der Teilnehmenden.
Jacqueline Baum, HKB, Ursula Jakob, HKB; Co-Referentin: Nora Sternfeld, Wien
Workshop 5
Samstag, 9.00–12.30
Feldforschend Kunst vermitteln
Methoden der Feldforschung finden Anwendung in der bildenden Kunst, der Kunstvermittlung und in qualitativer Forschung. An dieser Schnittstelle wurde im Luzerner Teilprojekt mit teilnehmender Beobachtung, fotografischen Dokumentationen, Forschungstagebüchern und Beschreibungen von Wahrnehmungen aus verschiedenen Perspektiven gearbeitet. Der Workshop gibt Einblick in das Material und die forschende Praxis. In praktischen Übungen wollen wir die Methoden auf das aktuelle Feld im Kunstmuseum Luzern anwenden.
Susanne Kudorfer, Kunstmuseum Luzern, Christoph Lang, HSLU D&K; Co-Referentin: Christine Heil, Mainz
Workshop 6
Samstag, 9.00–12.30
Entwicklung von Forschungs- bzw. Vermittlungsstrategien zu Kateřina Šedás Einzelausstellung im Kunstmuseum Luzern
Kateřina Šedás arbeitet als Künstlerin mit Menschen und sozialen Prozessen. Ihr Interesse gilt Vorurteilen, Konflikten und Grenzziehungen, Identitätsfindung und Gemeinschaft. Šedás Werk ist charakteristisch für eine Gegenwartskunst, die mit Mitteln arbeitet, die wir auch aus sozialwissenschaftlichem oder therapeutischem Arbeiten kennen. Das Kunstmuseum Luzern zeigt die erste Übersichtsausstellung der Künstlerin. Welche Möglichkeiten eröffnen sich damit für die Kunstvermittlung?
Ute Marxreiter, München
Vortrag 1
Freitag, 18.00–19.30
Kunstvermittlung nach der Institutionskritik
Der Beitrag reflektiert die Ansprüche und das Erreichte im Rahmen des Forschungsprojektes Kunstvermittlung in Transformation und befragt die Möglichkeiten einer Kunstvermittlungspraxis, die sich als kritisch und Verhältnisse verändernd begreift. Kann Forschung Kunstvermittlung verändern – und kann Kunstvermittlung (nicht nur) Forschung verändern?
Carmen Mörsch, ZHdK
Vortrag 2
Freitag, 19.30–21.00; in english
What, no audience? The end of audiences as legitimators of cultural power in the art museum.
How can we re-think the role of audiences in the democratisation of cultural institutions? In this talk, Dr. David Dibosa argues against the prevailing role of national art institutions as places where cultural value is reified and cultural power is rendered increasingly technocratic. In its place, Dibosa looks at recent research in the British context. He dis cusses the work emerging from the Tate Encounters Project, asking if we can find a model in which audiences no longer act as cultural consumers but instead take up space as acknowledged producers of cultural value.
David Dibosa, University of the Arts London
Anmeldung:
Anmeldung für die Workshops bis 10. Februar 2012 an: simone.etter@fhnw.ch
Download Anmeldeformular Unkostenbeitrag mit Bewirtung 60 CHF, ermässigte Plätze für Studierende 40 CHF
Diese Webseite ist eine Plattform für Ideen, die sich produktiv mit dem Besuch in Kunstmuseen auseinandersetzen. Mitdenken und mitmachen für alle möglich. Link
Forschungsmodul “Kunst + Vermittlung” Master of Arts in Fine Arts Hochschule Luzern, Design & Kunst
31. Oktober, 2. November, 7. November, 8. November 2011
Leitung: Christoph Lang und als Gast Silvana Iannetta
Kunst wird in Museen und Medien hauptsächlich über gesprochene und geschriebene Sprache vermittelt. Oft ist gerade innerhalb von Institutionen der oder die Sprechende nicht direkt auszumachen und die Institution scheint selber zu sprechen. Doch wer steckt hinter all diesen Texten und Guides? Und was wird dabei mit welcher Absicht vermittelt?
Im Forschungsmodul werden wir uns zunächst theoretisch mit diesen Fragen auseinandersetzen und in einem zweiten Schritt konkret die Sprechakte der Vermittlung in den Blick nehmen. Gleichzeitig werden künstlerische Audioprojekte u.a. von Sophie Calle, Janet Cardiff oder Andrea Fraser vorgestellt und diskutiert und alternative Museumsguides wie sie im angelsächischen Raum Verbreitung finden.
Mit dem Ausgangspunkt “Guerilla Guides” werden konkrete Ideen für alternative, mediale Vermittlungszugänge zu kulturellen Orten und Institutionen in Luzern und Zug skizziert. Diese sollten als frei zugängliche Formate übers Internet auf Handys, Smartphones und Mp3-Player distribuiert werden können.
Die Wahl der Orte und Institutionen ist den Studierenden freigestellt. Mögliche Ideen wären die Sammlung Rosengart, Kunstwerke im öffentlichen Raum von Luzern oder touristische Sehenswürdigkeiten wie das Löwendenkmal etc.
Die Studierenden werden gebeten folgende Texte bereits zu Beginn des Moduls gelesen zu haben:
Eva Sturm: Kunst in der Vermittlung. Vermittlung in der Kunst Zu einem komplizierten Verhältnis. download PDF
Pierangelo Maset: Ästhetische Operationen. download PDF
Christoph Schenker: Werturteilen. download PDF
Eine kommentierte Literaturliste mit detaillierten Quellenangaben wird im Seminar abgegeben.
Für den Leistungsnachweis wird ein aktive Mitwirkung im Seminar erwartet und die Konzeption und Reflexion eines Vermittlungsformates (ohne Durchführung) im besprochenen Kontext.
Tagesplanung Forschungsmodul:
Montag, 31. Oktober:
Vormittag, 9.30 Uhr (Littau):
Einführung ins Thema mit Christoph Lang
Überblick über das Modul und die Arbeitsmöglichkeiten
Begriffsklärungen Vermittlung und künstlerische Vermittlung anhand der Texte von Sturm und Maset
Nachmittag (Littau):
Sprache in der Vermittlung
Audio als Thema der Vermittlung und der Kunst (Audio Tour, Audioguide, Audiowalk, Störsender, GPS Tours, Apps etc.)
Cardiff: Input Nico Lazula Baur
Andrea Fraser Einführung von Christoph
alternative Museumstouren vorstellen Christoph
Littau://Littau und SmARTphones Einführung von Silvana
Navigator Audiowalk Einführung von Christoph
Beispiele diskutieren
Kontexte aufzeigen: Luzern, Zug; Kunst im öffentlichen Raum, ständige Ausstellungen (beispielsweise Sammlung Rosengart), touristische Attraktionen wie Löwendenkmal
Mittwoch, 2. November:
Vormittag:
individuelle Recherchen und Begehungen in Kunsträumen und im Stadtraum
Einzel- und Gruppenbesprechungen nach Ansage (Lädelistrasse 12)
Nachmittag (Littau):
Input: Zum Vermittlungshype und zum Forschungsprojekt “Kunstvermittlung in Transformation”
Literaturtipps: Soundart
Zusammentragen von Ideen und Ansätzen, Austausch und Diskussion
Arbeitsplanung
Montag, 7. November:
Vormittag, 9.30 (Littau):
Zur “Künstlerischen Forschung” Einführung und Diskussion anhand des Texts von Schenker
Input zum Projekt Rezipientenproduktion von Anna Bühler
Literaturstudium und Projektarbeit
Nachmittag (Littau):
Diskussion: Konzeptuelle, formale und technische Möglichkeiten und Grenzen der Vermittlung via Audio
Testaufnahmen und Storyboards
Einzel- und Gruppenbesprechungen nach Ansage
Dienstag, 8. November:
Vormittag (Lädelistrasse 12):
Einzel- und Gruppenbesprechungen nach Ansage
Nachmittag (Littau):
Vorstellen und Kritik der Projekte mit Silvana Ianetta und Christoph Lang
Schlussdiskussion
Am 9. und 10. März findet EINE ARBEITSTAGUNG ZU VERMITTLUNG ALS FORSCHUNG UND ZUR VERÄNDERUNG VON INSTITUTIONEN UND VERHÄLTNISSEN im KKL statt.
Das Projekt Kunstvermittlung in Transformation (KiT) hatte das Ziel, Perspektiven für die Entwicklung und Erforschung der institutionellen Kunstvermittlung zu erarbeiten. Die Ergebnisse aus den fünf Teilprojekten sollen in dieser Tagung dem Berufsfeld vorgestellt werden und als Grundlage der Diskussion und Weiterentwicklung dienen.
Daten: 28. bis 30. März und 4. bis 6. April
Studentenfutter: 7. April, 13. April, 19. April, jeweils 17.30 Uhr
Im Forschungsmodul «Kunst+Vermittlung» das mit Studierenden des Master (MAPS/MAT) der Hochschule Luzern durchgeführt wird steht die Forschung zur aktuellen Kunstvermittlung im Zentrum der praktischen und theoretischen Auseinandersetzung. Kunstvermittlung findet an verschiedenen Orten und in verschiedenen Kontexten statt: im Museum, in der Schule, in den Medien etc. “Vermittlung” ist zur Zeit in aller Munde. Was steckt dahinter? Wer sind die Vermittler/innen? Was wird vermittelt und wo?
Mit welchem Selbstverständnis wird vermittelt: als Wissensvermittler/innen, als Moderator/innen von gestalterischen Prozessen, als Ermöglicher von Erfahrungen, als Künstler/innen, als Animator/innen?
Wie kann Vermittlung selber “kunsthaft” sein? Und was könnte “künstlerische Vermittlung” sein? Was steht hinter der Forderung nach “künstlerischer Forschung”?
Beteiligte:
Christoph Lang (modulverantwortlich), Susanne Kudorfer (Leiterin Kunstvermittlung Kunstmuseum Luzern), Regine Bungartz (Assistentin Master), Gabrielle Schaad (wissenschaftliche Volontärin Kunstmuseum Luzern), Christoph Lichtin (Kurator und Sammlungskonservator Kunstmuseum Luzern), Peter Fischer (Direktor Kunstmuseum Luzern); Gäste: Catherine Gfeller (Künstlerin) und Robert Estermann (Künstler)
Folgende Ausstellungen im Kunstmuseum Luzern werden in den Blick genommen:
Catherine Gfeller: Pulsations
Max von Moos
Max von Moos gesehen von Peter Roesch, Christian, Kathriner und Robert Estermann
Patricia Bucher: Schlachtenpanorama
Studienraum Sammlung: Die Evangelien in ihrer künstlerischen Darstellung
Tagesprogramm:
Montag, 28. März
Vormittag: Littau
9.30 Uhr: Einführung ins Thema mit Christoph Lang
Überblick über das Modul und die Arbeitsmöglichkeiten
Begriffsklärungen
Vermittlungsmapping als Gruppenarbeit
Nachmittag: Littau
Vermittlungskunst
Vermittlung als Praxisfeld für Studienabgänger?
What is the “Edcational Turn in Curating”?
www.kultur-vermittlung.ch (Vermittlungsoffensive u.a. durch Pro Helvetia)
Praxisbeispiele aus der Vermittlung in anderen Disziplinen
Dienstag, 29. März
Vormittag: Kunstmuseum Luzern
ab 10 Uhr: individueller Ausstellungsbesuch
11.30 Uhr: Einführung in die “Max von Moos”-Ausstellung durch Christoph Lichtin
Nachmittag: Kunstmuseum Luzern
13.30 Uhr: Gespräch in der Ausstellung mit Robert Estermann
Gespräche in den Ausstellungen mit Peter Fischer, Susanne Kudorfer und Christoph Lang
16.00 Uhr Gespräch in der Ausstellung mit Catherine Gfeller
Beginn der Projektarbeit
18.00 Uhr: Künstlerinnen-Gespräch mit Catherine Gfeller und Peter Fischer
Mittwoch, 30. März
Vormittag: Littau
Reader Vermittlung, Literaturseminar mit Regine Bungartz
Nachmittag: individuell (Littau/Kunstmuseum)
Literaturstudium und Projektarbeit
18 Uhr: öffentliche Führung durch die Ausstellung “Max von Moos” mit Gisèle Mengis
Montag, 4. April
Vormittag: individuell (Littau)
Literaturstudium und Projektarbeit
Einzel- und Gruppenbesprechungen nach Ansage
Nachmittag: Littau
Künstlerische Forschung, Einführung und Diskussion der Texte und Beispiele mit Christoph Lang
Dienstag, 5. April
Vormittag: individuell (Littau/Kunstmuseum)
Literaturstudium und Projektarbeit
Nachmittag: Littau
Einzel- und Gruppenbesprechungen nach Ansage mit Gabrielle Schaad und Christoph Lang
Literaturstudium und Projektarbeit
Mittwoch, 6. April
Vormittag: individuell (Littau/Kunstmuseum)
Einzel- und Gruppenbesprechungen nach Ansage
Literaturstudium und Projektarbeit
Nachmittag: Littau oder Kunstmuseum
Vorstellen und Kritik der Projekte mit Susanne Kudorfer, Gabrielle Schaad und Christoph Lang
Planungsabsprachen
Schlussdiskussion
18 Uhr “Interventionen” Rundgang durch die Ausstellung mit Peter Roesch, Christian Kathriner und Robert Estermann
Donnerstag, 7. April
17.30 Uhr “Studentenfutter”
Mittwoch, 13. April
17.30 Uhr “Studentenfutter”
Dienstag, 19. April
17.30 Uhr “Studentenfutter”
Arbeitsaufträge:
Das Vermittlungsformat “Studentenfutter” im Kunstmuseum Luzern wird von den Modulteilnehmern drei Mal gestaltet. Die Studierenden wählen während dem Modul eine Ausstellung bzw. einen Aspekt, der sie interessiert und für den sie ein vermittlerisches Vorhaben entwickeln möchten. Dies kann einzeln oder in Kleingruppen geschehen. Im Lauf des Moduls sollen die Ideen zusammengeführt und zu einem bis drei verschiedenen “Studentenfutter”-Angeboten ausgearbeitet werden.
Wahlweise kann ein Vermittlungsformat besucht und kritisch hinterfragen werden. Dies kann im Kunstmuseum Luzern oder anderswo sein (beispielsweise eine Führung, ein öffentliches Gespräch, ein Workshop, ein Ausstellungsbesuch mit einer Schulklasse etc.).
Zu zweit wird pro Halbtagesblock ein Protokoll erstellt, das zum Ende des Moduls an alle verteilt wird.
Literatur:
Literatur kann im Vorfeld heruntergeladen und gelesen werden. Die Texte werden im Modul diskutiert. Zudem ist eine Literaturübersicht (Reader) als einmalige Veranstaltung ins Modul integriert.
Sturm, Eva: Von Kunst aus-bilden Download PDF
Sturm, Eva: Kunst in der Vermittlung, Vermittlung in der Kunst Download PDF
Busch, Kathrin: Künstlerische Forschung: Potentialität des Unbedingten Download PDF
Christoph Schenker: Werturteilen Download PDF
Passagen (Pro Helvetia): Kunst(ver-)führer Download PDF
Links:
Kulturelle Institutionen erwarten von ihren Gästen sehr viel Offenheit. Wie steht es um die eigene?
Bis am 31. März 2011 lädt Sie das Kunstmuseum Luzern dazu ein, sich online zu folgendem Thema zu äussern.
Das Thema dieses Monats wird angeregt durch die Positionen von:
Janna Graham, Serpentine Gallery, Kuratorin des «Education Project»: «What Is a Possible Study − Dialogue in a Practice of Co»
Roberta Valtorta, wissenschaftliche Direktorin des Museums für zeitgenössische Fotografie von Cinisello Balsamo-Milano: «Wir retten den Mond − Dialog in einem Werk öffentlicher Kunst»
Schalten Sie sich gleich in die Diskussion ein auf www.kultur-vermittlung.ch.
Aus der Pressemitteilung der Pro Helvetia: Überall in Europa gewinnen Projekte an Bedeutung, die Zugänge zu kulturellen Angeboten schaffen. Deshalb lancieren die pädagogische Hochschule PHBern, die Schweizer Kulturstiftung und die Schweizerische UNESCO-Kommission gemeinsam die Webplattform www.kultur-vermittlung.ch. Sie vernetzt die stetig wachsende Szene, präsentiert laufende Projekte und regt eine Qualitätsdiskussion an. Die breit abgestützte Plattform ist Teil des Programms Kulturvermittlung 2009-2012 von Pro Helvetia. Lesen Sie dazu die Pressemitteilung.
Jeden Monat ist eine andere Institution Gastgeber auf der Plattform und initiert eine Diskussion. Den Anfang macht die Zürcher Hochschule der Künste mit einem Editorial von Heinrich Lüber.




